Wednesday, January 20, 2010

Happy Obama Day

DISCLAIMER: see previous posts. the same applies here, natürlich.


Am 20. Januar 2009 wurde Barack Hussein Obama zum 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Die Europäer machten sich vor Freude in die Hosen, in Amerika selbst waren Freiheitskämppfer, Menschenrechtler und Demokraten jeglichen Alters voller Extase und Hoffnung. Aber jetzt is die Party vorbei, ersetzt durch den Kater des Jahrhunderts. Obama hat nicht nur Stress mit seiner eigenen Partei - das hat irgendwann jeder Präsident - nein, er hat die kleinen Leute, die Wähler die ihre letzten fünf Dollar für seine Kampagne gespendet haben, im Stich gelassen. Er versprach bessere Zeiten, neue Jobs, Krankenversicherung für allle. Er wollte die Weltwirtschaft retten, den Klimawandel stoppen, und für ein besseres Amerika-Bild sorgen. Tatsächlich hat er es geschafft, eine Fliege im Interview mit CNBC zu töten, die Verkaufszahlen von Portugiesischen Wasserhunden in die Höhe zu treiben und Kanye West ein "Jackass" zu nennen. Ach ja, einen Friedensnobelpreis hat er auch eingesteckt, aber spätestens seitdem Yassir Arafat auch so ein Ding zuhause rumliegen hat, überrascht mich nichts mehr. Nach der Verleihung kämpfte sich Obama übrigens durch tiefe Schneeverwehungen und eisige Temperaturen des kältesten Winters seit Jahren um bei der Kopenhagen-Katastrophen- Konferenz ein bisschen über die globale Erderwärmung zu plaudern.

Aber die größte Enttäuschung und gleichzeitig die größte Bedrohung stellt seine Politik gegenüber Terroristen dar. Sein leichtsinniger Umgang mit fanatischen Islamisten die nicht anderes im Kopf haben als so viele Amerikaner wie möglich zu töten ist nicht nur bescheuert, sonder hochgefährlich. Über Guantanamo Bay darf man und sollte man sich auch streiten, aber nicht darüber, das es einen fundamentalen Unterschied zwischen mutmaßlichen Verbrechern und Staatsfeinden gibt. Dank Obama hat Khalid Sheikh Mohammed, der schon bevor er geschnappt wurde Islamistische Lorbeeren geerntet hat für eine ganze Reihe von Anschlägen, u.a. 9/11, dieselben Rechte wie gottesfürchtige amerikanische Bürger. Die Jury wird ihn wahrscheinlich freisprechen, er wird wieder nach Hause fahren und neue Anschläge planen. Und viele Amerikaner werden sterben. Weil "The One" der Welt beweisen will, das es auch anders geht. Obama glaubte schon während seiner Wahlkampagne, Amerika's Feinde mit offenen Armen und einem breitem Lächeln umstimmen zu können. Spätestens seit der Fehlzündung der Nigerianischen Unterhose am ersten Weihnachtsfeiertag wissen wir, dass es nicht geklappt hat. Terroristen ist es egal, ob ein schwarzer Mann im weißen Haus sitzt, oder ob dessen Vater ein Moslem aus Afrika ist. Obama kapiert das nicht, und das ist in seiner Haltung gegenüber den Terroristen unverkennbar. Leider hat Mr. President sehr wohl "Change" mit sich gebracht. Allerdings einer der mich froh macht in Deutschland zu wohnen.

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Wednesday, October 28, 2009

Maybrit Illner

...morgen Abend bin ich bei Maybrit Illner eingeladen zum Thema: Was bleibt von den Wahlversprechen übrig?

Die Gäste:

  • Ulrich Wickert, Journalist, Autor, ehemaliger Tagesthemen-Moderator
  • Helmut Markwort, Herausgeber und Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Focus"
  • Michael Spreng, ehemaliger Wahlkampfmanager von Edmund Stoiber und Journalist
  • Heather DeLisle, US-Journalistin bei der Deutschen Welle
  • Hajo Schumacher, Journalist, Autor u.a. "Machtphysik. Führungsstrategien der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel im innerparteilichen Machtgeflecht"
Um 22:15 beim ZDF!!!

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Friday, October 9, 2009

Nobel Friedensfarce

DISCLAIMER: The following is my personal opinion and has nothing to do with any station or organization I am, was or ever will be affiliated with.



Heute morgen machte ich mir wie immer eine Tasse "Nescafé Gold Mild" Instant Kaffee, zündete eine American Spirit gelb an und surfte direkt zu PerezHilton.com. Da ich mich den Rest des Tages mit Mord und Totschlag befasse, gönne ich mir jeden Morgen diesen Blick in die Welt der Reichen und schönen Drogensüchtigen. Normalerweise begrüßen mich da interessante Beiträge über falsche Brüste, Botox, Paparazzi oder David Hasselhoffs neuesten Absturz.
Nicht ganz ernstzunehmende Themen, aber interessant.

Heute morgen hatte ich Mühe, nicht direkt in meine Kaffeetasse zu kotzen. Barack Obama erhält den Friedensnobelpreis! WTF??? Nee, wa? Hallo???

Ich versuche mal eine Liste von Sachen die der Amerikanische Messias schon gemacht hat zusammenzustellen.

1. ist gewählt worden mit 52.9% der Stimmen
2. hat sich einen Hund gekauft
3. killte eine Fliege während ein Interview mit CNBC
4. verbeugte sich vor dem König von Saudi Arabien
5. schickte zwei zusätzliche militärische Einheiten nach Afghanistan
6. hielt eine Ansprache in Kairo

Ihr wisst ja alle dass ich weißgott nicht der größte Fan von Obama bin, aber selbst die Männer und Frauen, die sonst nichts als Lob für den Messias haben, fanden die heutige Auszeichnung extrem merkwürdig.

Auch nominiert für den Nobelpreis – und eigentlich auch schon als Gewinner gehandelt – war Morgan Tsvangarai. Ein Mann, der Millionen von Menschen in seiner Heimat Zimbabwe eine bessere Zukunft beschert hat, indem er eine Regierung der Nationalen Einheit gebildet hat mit dem Mann der zuständig war für Tsvangarai’s politische Verfolgung, Folter und Inhaftierung.

Barack Obama kann mit seinen Worten inspirieren, keine Frage. Aber meiner Meinung nach muss man mehr tun als ein Paar Strophen „Hakuna Matata“ singen bevor man auf der selben Höhe gehandelt wird wie Nelson Mandela und Mutter Teresa.

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Monday, June 22, 2009

Rock The Casbah, Part Deux

Madame le Kanzlerin Merkel hat sich jetzt zu der Lage im Iran geäußert! Mit Recht, finde ich. Sie hat Teheran aufgefordert alle Stimmen neu zu zählen. Der Frank sagt, das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten sei «ebenso wenig akzeptabel wie die fortgesetzte Behinderung einer freien Berichterstattung».

Richtig so, Deutschland. Aber schon kommen die ersten bösen Stimmen aus dem Internet.

Was massen wir uns eigentlich an, in anderen Laendern rumzukritisieren?
Fragt ein Besucher auf der N24 Seite. Moegen die an der Wahl rummanipuliert haben oder nicht, ist deren Sache.

Ich habe nun schon sehr viele bescheuerte Sachen gehört seit der Wahl im Iran, aber hier haben wir eindeutig einen Pokalgewinner. Warum sollten andere Nationen schweigen, wenn auf Demonstranten geschossen wird, wenn Journalisten verhaften werden und wenn grundlegende Menschenrechte verletzt werden?

Egal was da bei der Wahl vor sich gegangen ist, friedliche Demonstrationen gehören einfach mal zur Demokratie. Der Ayatollah behauptete ja erst am Freitag sein Land sei eine “funktionierende” Demokratie. Dat funzt aber so nicht wirklich.

Obama hält sich mittlerweile weitestgehend zurück. Aus dem Weißen Haus heißt es zwar alle gewalttätigen und unberechtigten Handlungen gegen die Menschen im eigenen Land müssten gestoppt werden. Das klingt aber sehr schwach im Gegensatz zu den offiziellen Statements aus Berlin und Paris.

Senator Dianne Feinstein – die Leiterin des Senate Intelligence Committee, begründet die Zurückhaltung wie folgt:

“It is very important that we not have our fingerprints on this. That this really be truly inspired by the Iranian people."

Tschuldigung, Frau Feinstein, aber ich bin mir 100%ig sicher, dass die Iranischen Demonstranten unabhängig handeln. Glaubt die Dame etwa, Ausländer protestieren gegen Unrecht nur wenn Amerika es anstiftet? LOL. Really? Weiter sagt sie, sie möchte nicht dass Amerika verantwortlich ist für tausende Tote iranische Demonstranten. Komisch aber, dass schon wahrscheinlich hunderte Demonstranten erschossen wurden, bevor Amerika überhaupt etwas gesagt hat. Da ist einzig und alleine Teheran dafür verantwortlich.

Großvati McCain beteuert derweil, Amerika müsse auch aus moralischen Gründen sich stärker dazu äußern. Es sei auch eine Gewissensfrage. Als er gefragt wird, wie verhindert werden kann, dass Amerika die Schuld zugewiesen wird für die Proteste, weißt McCain darauf hin, das totalitären Regime regelmäßig Washington die Schuld geben für alles was nicht nach Plan läuft.

Da hat der Alte Recht.

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Saturday, June 20, 2009

Rock The Casbah

Ich sitze hier und verfolge mit Spannung die Rede des Supreme Leaders Ayatollah Khamenei im Iran. CNN hat einen lustlosen Farsi-Simultan-Übersetzer, der mir freundlicherweise ab und zu erklärt, hier und da würden Zitate aus dem Qu'uran aufgesagt. Er verrät mir aber nicht, welche. Es ist 10.40 Uhr in Deutschland, und noch hat der bärtige Herr mit dem Turban nicht wirklich etwas gesagt.

Er bedankt sich bei den Wählern für die hohe Wahlbeteiligung von fast 85 Prozent. Da hat er Recht, das ist gut. In der Tat sind im Iran fast doppelt so viele Bürger wählen gegangen wie normalerweise in meiner Heimat! Da liegt der Durchschnitt bei 50 Prozent.

(Übrigens: mit 61 Prozent lag die Wahlbeteiligung 2008 auf dem höchsten Stand seit 40 Jahren. Ganz nebenbei heißt das dass nur 32 Prozent der Amerikaner Obama eigentlich gewählt haben.)

Zurück nach Teheran.

Der geistliche Führer des ehemaligen Mitglieds der Achse des Bösen spricht viel über “Leaders of World Arrogance”. Er redet über die Feinde seines Landes, die versuchen, die Ergebnisse der Wahl in Frage zu stellen. Offensichtlich ist der Ayatollah der Auffassung, die Hunderttausenden von Demonstranten auf den Straßen Irans in den letzten Tagen seien alles Ausländer. Er behauptet, die “Leaders of World Arrogance” hätten die Proteste angestiftet. Es seien Söldner und Spione, die die guten Bürger Irans dazu gezwungen hätten, zu protestieren. Zugegeben, ich kenne persönlich nur ein bis zwei Iraner, aber die Jungs protestieren von ganz alleine.

Es war doch klar, dass die “westliche Welt” wieder an allem Schuld ist. Die bösen Amerikaner und die Briten. Und “manche” europäischen Länder. Welche, wird uns nicht mitteilig gemacht.

Mein Zattoo stürzt ab. Ein Re-Start und ich bin wieder dabei. Habe wohl nicht wirklich was verpasst. Herr Rafsanjani wird jetzt gelobt. Das ist der, der einst behauptete, Amerika wäre zwar ein sehr großes Land, hätte aber das Gehirn eines kleinen Vogels.

Die Berichterstattung über die Proteste wird kritisiert. Der Ayatollah betont nochmal, die Feinde Irans würden versuchen, das Wahlergebnis in Frage zu stellen. Aber das Volk habe gesprochen. Er sagt, bei einem Unterschied von 11 Millionen Stimmen könne von Wahlmanipulation nicht die Rede sein. Das Land brauche jetzt seine Ruhe. Die Demonstranten sollten nach Hause gehen, sonst würden sie zur Rechenschaft gezogen. Sie irrten sich, wenn sie dächten, ihre Proteste wären ein Druckmittel auf die Regierung.

Tausende Anhänger schreien “Tod den Briten!”. Britische Diplomaten hätten versucht, Unruhe zu stiften, sagt der Ayatollah. Liegt wohl daran, dass die Engländer 2 Milliarden Iranische Dollar am Dienstag eingefroren haben…

Jetzt ist Obama dran. Der US-Präsident würde endlich sein wahres Gesicht zeigen. Obama hätte (laut Informationen des Ayatollah) gesagt, er habe auf den Tag gewartet, wo Iraner auf die Straße gehen um für ihre Rechte zu demonstrieren. Andererseits möchte Washington einen Dialog mit Iran. Welches Gesicht ist das Wahre, fragt der Ayatollah.

Aus dem Publikum: “Tod den USA!”

Hmmm. Wollen wir wirklich mit Leuten verhandeln die “Tod den Amerikanern!” schreien? Nur mal so gefragt.

Der Ayatollah beschuldigt Amerika, es versuche, eine Revolution im Iran zu verursachen - wie damals in Georgien. Das könne aber im Iran nicht klappen! Iran sei eine religiöse Demokratie, die sehr gut funktioniere, danke sehr.

Dann schreit der Ayatollah auch noch Bill Clinton an. Er nennt ihn “der Mann von dieser Frau in Amerika”. Er sagt, Bill Clinton habe damals 80 Anhänger einer Religion in Waco, Texas verbrannt. Das würde doch beweisen, dass Amerika keine Ahnung hat von Menschenrechten habe! Nicht so wie in Teheran. Er nennt sein Land ein Vorzeigekind der Menschenrechte. Ich verschlucke mich fast an meinem Kaffee. Iran würde die Unterdrückten der Welt unterstützen, Iran bräuchte keine Tipps zu den Menschenrechten.

Ich schalte aus. Es hat doch keinen Sinn. Wenn Ahmedinejad wirklich die Wahl gewonnen hat, dann ist und bleibt er wohl Präsident. Fand eine Manipulation statt? Die Regierung sagt: Nein. Das sagen aber alle.

Die Demonstranten sagen: Es wurde gefälscht. Wenn das stimmt, bringt eine Wiederholung der Auszählung aber auch nichts. Wenn Teheran beim ersten Mal gelogen hat, werden sie es wohl kaum beim zweiten Mal zugeben.

Das Volk hat gesprochen. Nur ist mir immer noch nicht klar, was sie gesagt haben.

***DISCLAIMER: The above is my personal opinion and in no way reflects the positions of any company I work or have ever worked for. Thank you.***

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Saturday, June 6, 2009

...wieder da

Nach einer etwas längeren Kreativpause bin ich jetzt wieder dabei... hoffe heute Abend noch mein Beitrag zu Obama's Beitrag abzugeben. Plus interessante Zitate von Brown und Sarkozy...
- Bis bald!

Tuesday, April 28, 2009

Pánico in Mexico!

Panik überall! Zu Recht???

Die Schweinegrippe sorgt gerade weltweit für Schlagzeilen... sie ist sogar dabei, den selbst ernannten Messias am 100. Tag seiner Amtszeit von der Aufmacher-Position zu stürzen! Stefan Raab erschien gestern bei TV Total in einer Schutzmaske, das Außenministerium warnt vor Reisen nach Mexiko und die Nachrichtenagenturen laden einen Virologen nach dem anderen ins Studio ein. Es fehlt im Moment nur noch ein Kommentar der Schweine selbst zur Lage. Ist das alles nur Panikmache, oder stehen wir wirklich vor einer globalen Pandemie?

Hier ein paar Fakten: weltweit tötet die stinknormale Grippe jedes Jahr bis zu 500.000 Menschen. Die Schweinegrippe hat bis jetzt so um die 180 auf'm Zettel. Aber! Diese 180 oder so waren alle zwischen 20 und 50 Jahre alt, das ist neu. Die üblichen Grippetoten sind entweder sehr jung oder sehr alt, und haben damit eh ein schwächeres Immunsystem. Mexiko hat Schulen in der Hauptstadt vorerst geschlossen und alle Fußballspiele, Konzerte und Filmpremieren abgesagt. Hugh Jackman fans sind empört. Zudem wird eine Quarantäne von Mexiko Stadt in Betracht gezogen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre Risikowarnung auf Stufe 4 erhöht. Das heißt, es kommt im Moment zu anhaltenden Mensch-zu-Mensch-Übertragungen und lokalen Ausbrüchen. Es gibt bestätigte Fälle auf fast jedem Kontinent. Sogar die Neuseeländer hat's erwischt. Aber wo kommt die Grippe her?

Verschwörungtheoretiker behaupten im Internet, die neue Variante der bekannten H1N1 Virus sei von fanatischen Islamisten gezüchtet und in Mexiko ausgesetzt worden, um Amerikaner zu töten. Seriöse medizinische Experten sagen dazu: Bullshit. Da kann ich mich nur anschließen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Osama in seiner Höhle in Afghanistan die Kapazitäten hat, eine neue Schweinegrippe mutieren zu lassen. Das ist sogar viel zu lächerlich für eine Folge „24“, und wir wissen doch alle, dass die Terroristen „24“ gucken, um herauszufinden, wie sie uns überlisten können! An dieser Stelle möchte ich auch daran erinnern, dass Präsident David Palmer ein viel besserer Obama war, als Obama selbst es ist. Leider gibt es ihn nicht mehr, und Jack Bauer eilt uns jetzt bestimmt auch nicht zur Hilfe.

Soviel zum Tangieren. Viel wahrscheinlicher als die Terroristentheorie jedoch ist die These, dass diese Variante der Grippe sich entwickelt hat, weil Abermillionen von Menschen mit Schweinen und Hühnern auf einem Haufen leben und sich gegenseitig mit verschiedenen Grippearten infiziert haben, die sich dann alle – ähnlich wie die EU – entschieden haben, gemeinsam Sache zu machen.

Die Schweinegrippe dürfte hier in Deutschland kein großes Problem darstellen. Wir haben genug Medikamente, ein bestehendes Gesundheitssystem, und das Volk rennt eh gerne bei jedem Schnupfen zum Onkel Doktor. Aber in Amerika könnte sie sehr gefährlich werden. Die meisten meiner Landsleute haben keine Krankenversicherung und können sich einen Besuch beim Arzt nicht leisten - also kann sich der Virus unaufgehalten verbreiten. Die Experten im Fernsehen sagen, jeder mit grippeähnlichen Symptomen sollte sofort zum Arzt gehen. Das funzt aber logischerweise nur, wenn man auch eine Krankenversicherung hat!

Obwohl ich Obamas Faible für Sozialismus extrem unamerikanisch finde, gebe ich zu: Mit dem bestehenden Gesundheitssystem geht es nicht weiter. Amerika braucht eine Lösung. Vor allem brauchen wir erstmal einen Gesundheitsminister - und einen Oberarzt des Landes (das sollte ja eigentlich CNNs Fernsehdoc Sanjay Gupta werden, aber er wollte dann doch nicht) und einen Chef des landesweiten Seuchenzentrums der CDC. Wie absurd ist es, dass wir uns kurz vor einer Pandemie befinden, und die drei wichtigsten Stellen, die sich damit beschäftigen sollten, alle unbesetzt sind?! Zur Sache, Obama! Hör auf oberkörperfrei für die Paparazzi zu posieren und rette uns vor der Schweinegrippe!

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